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30.07.16

Erwachsener, Männlich, Mann, Person, Hoher Absatz

Brautschuhversteigerung

Brautschuhversteigerung – ein Hochzeitsbrauch mit Humor, Herz und Geschichte

Die Brautschuhversteigerung gehört zu den klassischen Hochzeitsbräuchen und sorgt oft für einen besonderen Moment während der Feier. Dabei wird der Braut symbolisch einer ihrer Brautschuhe „geraubt“ und anschließend unter den Hochzeitsgästen versteigert.

Am Ende ersteigert meist der Bräutigam – oder eine ihm nahestehende Person – den Schuh zurück und überreicht ihn der Braut. Das bis dahin gesammelte Geld bleibt beim Brautpaar und wird häufig für die Hochzeitsreise oder einen gemeinsamen Wunsch genutzt.

Richtig moderiert ist die Brautschuhversteigerung kein peinlicher Programmpunkt, sondern eine lockere Unterhaltung, die Gäste einbindet, für Lacher sorgt und der Hochzeit eine persönliche Note verleiht.

Vorbereitung

Für die Brautschuhversteigerung braucht es weniger Organisation, als viele denken. Entscheidend sind vor allem die richtigen Personen.

Im Mittelpunkt steht ein Auktionator oder Moderator. Ideal ist jemand, der gerne spricht, schlagfertig ist und ein gutes Gespür für die Stimmung der Gäste hat. Unterstützt wird er von ein oder zwei Einsammlern, die mit Hut oder Tablett durch die Reihen gehen und die Gebote einsammeln.

Der Brautschuh sollte während der Versteigerung beim Auktionator bleiben. So kann er ihn immer wieder präsentieren und humorvoll anpreisen. Häufig erhält am Ende der Trauzeuge oder der Brautvater den Zuschlag, damit der Bräutigam den Schuh symbolisch auslösen und seiner Braut zurückgeben kann.

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Durchführung

Zu Beginn wird der Brautschuh der Braut unauffällig „entwendet“. Erst danach startet die eigentliche Versteigerung. Besonders beliebt ist die sogenannte amerikanische Versteigerung, da sie viele Gäste zum Mitmachen animiert.

Das erste Gebot beginnt meist bei einem kleinen Betrag, zum Beispiel fünf Euro. Wer dieses Gebot abgibt, zahlt den Betrag direkt. Wird anschließend ein höheres Gebot abgegeben, zahlt der neue Bieter nur die Differenz zum vorherigen Gebot.

Ein Beispiel: Nach einem Gebot von fünf Euro werden acht Euro geboten. Der neue Bieter zahlt nur drei Euro. Steigt das Gebot anschließend auf zehn Euro, werden erneut lediglich zwei Euro fällig.

Sobald die Gebote langsamer werden oder eine angemessene Summe erreicht ist, gibt der Auktionator dem Trauzeugen oder Brautvater die Möglichkeit für das letzte Gebot. Auch hier wird nur die Differenz zum vorherigen Gebot gezahlt.

Besonderheiten

Der Erfolg der Brautschuhversteigerung hängt stark von der Moderation ab. Ein guter Auktionator versteht es, die Gäste spielerisch zu motivieren und mit Humor neue Gebote anzuregen.

Beliebt sind kleine Anreize, etwa ein Schnaps, Likör oder Sekt bei runden Beträgen oder ein scherzhaftes Küsschen von Braut oder Bräutigam auf die Wange. Wichtig ist dabei immer das richtige Maß, damit sich alle Gäste wohlfühlen.

Wenn die Stimmung passt, bleibt die Brautschuhversteigerung vielen als einer der herzlichsten und unterhaltsamsten Momente der Hochzeit in Erinnerung.

Häufige Fragen zur Brautschuhversteigerung

Wie lange dauert eine Brautschuhversteigerung?
In der Regel dauert sie etwa zehn bis zwanzig Minuten, abhängig von Stimmung und Moderation.

Müssen alle Gäste mitbieten?
Nein, die Teilnahme ist freiwillig. Viele Gäste machen aus Spaß mit, andere genießen einfach die Unterhaltung.

Wann passt die Versteigerung am besten in den Ablauf?
Ideal ist ein Zeitpunkt nach dem Essen oder während des lockeren Abendprogramms, wenn die Gäste entspannt sind.

Gibt es Alternativen zur klassischen Versteigerung?
Ja, manche Paare ersetzen sie durch kleine Spiele, Quizfragen oder Aufgaben rund um den Brautschuh.

Sollten die Regeln vorher erklärt werden?
Eine kurze Erklärung zu Beginn sorgt für Klarheit und einen entspannten Ablauf.