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30.07.16

Erwachsener, Bräutigam, Person, Braut, Frau

Über die Schwelle tragen

Über die Schwelle tragen – Schutz, Glück und Neubeginn

Der Brauch, die Braut über die Schwelle zu tragen, zählt zu den ältesten Hochzeitsritualen und ist bis heute tief im kulturellen Gedächtnis verankert. Auch wenn er heute vor allem als romantische Geste wahrgenommen wird, steckt dahinter ursprünglich ein ernst gemeinter Schutzgedanke.

Der Ursprung des Schwellenbrauchs

Nach altem Aberglauben lauerten böse Geister nicht nur vor der Haustür, sondern auch direkt unter der Türschwelle. Besonders beim Betreten eines neuen Zuhauses galt dieser Übergang als gefährlicher Moment, da dunkle Mächte der jungen Braut ihr Glück missgönnen könnten.

Um sie davor zu schützen, trug der Bräutigam seine Braut über die Schwelle. Auf diese Weise kam sie symbolisch nicht mit den negativen Kräften in Berührung und konnte das gemeinsame Leben behütet beginnen.

Symbolik: Schutz und Verantwortung

Das Tragen über die Schwelle steht nicht nur für den Schutz vor bösen Geistern, sondern auch für die Verantwortung des Bräutigams. Er zeigt damit, dass er bereit ist, seine Frau zu beschützen und gemeinsam mit ihr den neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

Gleichzeitig symbolisiert der Brauch den Übergang von einem Lebensabschnitt in den nächsten – vom Elternhaus oder bisherigen Zuhause in das gemeinsame Heim als Ehepaar.

Der Brauch in der heutigen Hochzeit

Heute wird das Über-die-Schwelle-Tragen meist humorvoll und romantisch interpretiert. Viele Paare greifen den Brauch bewusst auf, um einen emotionalen Moment zu schaffen oder schöne Erinnerungsfotos entstehen zu lassen.

Ob klassisch nach der Trauung, beim Betreten der gemeinsamen Wohnung oder als symbolische Geste am Hochzeitstag – der Brauch darf modern interpretiert werden oder auch ganz entfallen. Wie bei allen Hochzeitsbräuchen gilt: Er soll zum Paar passen und sich richtig anfühlen.